Mittwoch, 1. November 2017

Krasse Gegensätze in der Fitness

Es mag ein gesellschaftliches Problem sein, aber die Unterschiede in der Fitness sind manchmal enorm. Man erkennt, dass viele Frauen von 20 bis 50 in den Fitnesscenter trainieren bis der Schweiß fliest. Auch junge Männer, besonders auch Männer über 50, sind keine Seltenheit in solchen Studios. 
Und manche jungen Leute schnaufen, wenn sie die Treppe in den zweiten Stock hoch gehen müssen. 

Die ältere Generation scheint oftmals fitter zu sein, als so manche jungen Leute, deren einzige Bewegung allenfalls darin besteht, die Geocaching-Punkte zu finden. Auch eine falsche Ernährung ist oftmals Schuld an der körperlichen Negativentwicklung. Wenn Mamma nicht mehr kocht, wird die Dose auf gemacht, oder das Fastfood-Gericht wird gegessen. 

Dazu kommt noch in jungen Jahren eine rasend schnelle negative Körperentwicklung, die für sich spricht. Aber es sind natürlich nicht alle so. Aber bei sehr vielen geht die Entwicklung genau da hin; während andere jungen Leute im Studio oder im Sportverein, schwitzen, laufen, rennen und Gewichte heben. Ja, sogar über 70 jährige findet man in den Sportvereinen und Sportstudios. Ich selbst bin 61 und weiß wovon ich rede.

Und diese Unterschiede fallen scheinbar immer mehr auf. Auf der einen Seite wird Fitness gelebt bis ins hohe Alter. Auf der anderen Seite spezialisiert man sich schon in jungen Jahren zum Krankheit empfindelten Menschen, der durch seine Krankheitssuche bei sich selbst, die Wehwehchen anzieht und tatsächlich auch empfindet.

Die Ursachen hierzu liegen scheinbar in einer jahrelangen gesellschaftlichen Fehlentwicklung, die dem Konsumenten vorgaukelt wie toll und Glamour das Leben ist; und was man haben muss um da mitzuhalten. Bevor man gelernt hat Geld zu verdienen, haben viele junge Leute gelernt es auszugeben. Am Ende dieses Weges öffnet sich eine Tür, die nicht ins gewohnte und erwartete Glitzerparadies führt, sondern in eine graue trostlose Wirklichkeit, deren „Augenöffnung“ nervlich extrem belastend und schmerzhaft ist. Zu tausenden rennen sie dann zu Dieter Bohlen in die Talentshows und erwarten, dass sich die Tür zur Starbühne doch noch öffnet.

Was bei vielen bleibt, ist ein Schuldenberg und eine Resignation, die zum abendlichen Fernsehschauen als Hauptbeschäftigung zwingt. Wer denkt da schon an einen Sportverein? Man ist froh, wenn der Kühlschrank nicht leer ist. Und ein besonderes Phänomen ist, obwohl es finanziell eigentlich nicht machbar ist, rauchen diese Leute sehr viel und sie haben Haustiere.

Wer Karate-DO lebt, der hat nicht gelernt aufzugeben. Karate-Do findet auch außerhalb des Dojos statt. 
Zwei von Funakoshis Regeln sagen das aus:
  • Regel 8: Denke nicht, das Karate nur im Dojo stattfindet.
  • Regel 10: Verbinde dein alltägliches Leben mit Karate, dann wirst du geistige Reife erlangen.

Wer Karate lebt, hat gelernt zu kämpfen. Und kämpfen muss man im ganzen Leben; nicht nur im Dojo. 
  • Resignation ist am Anfang vielleicht einfach. Am Ende ist sie erdrückend.
  • Der Kampf ist am Anfang schwer. Am Ende kann er zum Erfolg führen.

Wer nicht kämpft, hat schon verloren. Das ist eine Lebensweisheit, die scheinbar immer mehr dem Konsum zum Opfer fiel. 

Wer den Hintern nicht hochbekommt, der schadet nicht nur sich selbst, seinem Körper und seinem Geist; er schadet auch den Menschen, die ein Herz für jemanden haben.

Wer Karate-Do lebt, der lebt vielen anderen etwas vor. Besonders dann, wenn er auch im fortschreitenden Alter nicht aufgibt.

Ossu
Rüdiger Janson

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